Wien – Im April und Mai präsentiert Erik van Loon in mehreren europäischen Städten sein neues Buch Forty Letters – to Women in War. Nach Stationen in Zürich (11. April) und Rom (13. April) macht die Tour am 15. April Halt in Wien.
Forty Letters – To Women in War
In vierzig kurzen, sorgfältig recherchierten und persönlich formulierten Briefen an ebenso viele Frauen verwandelt Erik van Loon die Schrecken des Zweiten Weltkriegs in intime, biografisch geprägte Zeugnisse über Resilienz, Mut und völlige Wehrlosigkeit. Obwohl keine der Briefe an eine Österreicherin adressiert ist, erwähnt der Autor den ehemaligen „Ostmark“ dreimal und setzt sich damit indirekt auch mit der österreichischen Geschichte auseinander.
Interessierte sind herzlich eingeladen zur Buchpräsentation am Mittwoch, 15. April, von 11:00 bis 12:00 Uhr bei Shakespeare & Company, Wien–Altstadt.
Von weltberühmt bis hyperlokal
Forty Letters ist das Ergebnis einer hunderttägigen Recherche, die Zeitungsausschnitte, Abschlussarbeiten, Bücher, Archive, Museen sowie zahlreiche Interviews im In- und Ausland umfasst. Das Buch ist keine bloße Sammlung bekannter Namen, sondern eine bewusste Mischung aus Ikonen und bislang kaum beachteten Heldinnen. So schreibt Van Loon etwa an die weltberühmte amerikanische Tänzerin Josephine Baker, aber auch an die heute noch lebende englische Bäuerin Peggy Banham.
Die Briefe nehmen die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch Europa – vom Ersten Weltkrieg über die Gräuel des Zweiten Weltkriegs bis hin zu Fragen der Zukunft. Van Loon gibt Frauen eine Stimme, deren Geschichten in der traditionellen Geschichtsschreibung oft überhört wurden.
European Book Tour
Die Europatour beginnt am 11. April in Zürich, führt über Rom (13. April) und Wien (15. April) weiter nach Budapest, Kiew, Warschau, Prag, Berlin, Kopenhagen, Oslo, Paris, London, Antwerp und Rotterdam. Alle zwei Tage stellt der Autor sein Buch vor. Wir freuen uns besonders, dass er Forty Letters auch bei Shakespeare & Company in Wien präsentiert.
Shakespeare & Company
Shakespeare & Company befindet sich in einem historischen Gebäude, das während des Zweiten Weltkriegs als jüdische Sammelwohnung genutzt wurde. Heute ist es ein lebendiger literarischer Ort, der Autorinnen und Autoren aus aller Welt eine Bühne bietet.
Internationale Verbindung am 14. Mai
Die European Book Tour markiert den Vorlauf zum Internationalen 14.-Mai-Gedenktag. Nachdem Van Loon neun Jahre lang das nationale Gedenken an die Bombardierung von Rotterdam organisiert hatte, hob er die Initiative im Jahr 2024 auf eine internationale Ebene.
„Es hat wenig Sinn, nur in den Niederlanden über die Bombardierung von Rotterdam zu berichten; die Bomben kamen schließlich nicht aus dem eigenen Land“, so Van Loon. „Im Ausland ist die Tragweite dieses Ereignisses oft unbekannt. Durch die Internationalisierung des Gedenkens schaffen wir eine Verbindung zu Städten, die eine gemeinsame Geschichte der Zerstörung teilen.“
Im Jahr 2024 stand das berühmte Gedicht „Vision Of Rotterdam“ von Gregory Corso in Rom, Zürich, Paris und Rotterdam im Mittelpunkt. Im darauffolgenden Jahr war es Bertolt Brechts weltbekanntes „Und was bekam des Soldaten Weib?“ in Berlin, Warschau, Hengelo und Rotterdam. In diesem Jahr steht das Gedicht „Blitz“ von Marie Desiree Anderson im Zentrum. Die diesjährige Gedenkroute führt über London (11. Mai), Hawkinge und Dover (12. Mai), Dünkirchen und Antwerpen (13. Mai) und endet traditionell in Rotterdam am 14. Mai.
Über das Gedenken von 14mei.nl
Erik van Loon rief das Gedenken von 14mei.nl im Jahr 2015 als Protest gegen einen „unrun“ über die Brandgrenze zum 75. Jahrestag der Bombardierung von Rotterdam ins Leben. Nachdem seine Versuche, die Laufveranstaltung zu stoppen, vergeblich waren, startete er einen friedlichen Protest, bei dem Rotterdamer von jung bis alt an 75 Straßenecken ein Gedicht rezitierten. Im darauffolgenden Jahr waren es 76 Ecken, und so kam jedes Jahr eine weitere hinzu. In diesem Jahr wird das Gedicht an 86 Straßenecken vorgetragen – die Aktion hat sich mittlerweile zu einer internationalen Tradition entwickelt. Das langfristige Ziel ist es, irgendwann „Hand in Hand“ an der Brandgrenze der Opfer von Kriegsgewalt weltweit zu gedenken.
Anti-Fliegerbomben-Vertrag
Neben dem jährlichen Gedenken sammelt Erik van Loon jedes Jahr hunderte Unterschriften für seinen Anti-Fliegerbomben-Vertrag. Ziel ist es, diesen Vertrag am 25. September 2039 in Warschau endgültig zu formulieren und am 14. Mai 2040 in Rotterdam zu ratifizieren. In Anlehnung aan Lady Dianas Anti-Landminen-Vertrag sollen sich so Länder dazu verpflichten, Fliegerbomben nicht mehr zu produzieren, zu lagern, einzusetzen oder weiterzugeben.
Auf der Seite https://14mei.nl/treaty/ steht der deutsche Konzepttext des Vertrags zur Verfügung.
Hinweis für die Redaktion (nicht zur Veröffentlichung):
Veranstaltungsdetails:
- Was: Buchpräsentation Forty Letters – Women In War
- Wann: 15. April, 11:00 – 12:00 Uhr
- Wo: Shakespeare & Company, Sterngasse 2, Wien
Kontaktinformationen: Für Interviewanfragen, Rezensionsexemplare oder Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
- Name: Erik van Loon
- E-Mail: stichting14mei@gmail.com
- Telefon: +31 6 3826 5666
- Website: www.14mei.nl / www.houseofcraziness.com